Die Ruhe zwischen den Stürmen

Ich weiß schon, warum ich in der vorigen Woche den abendlichen Ritt draußen auf dem großen Reitplatz so ein bisschen gefeiert habe. Ende dieser Woche sah der Reitplatz wieder wie auf dem Foto unten aus. Bis DER wieder reit-tauglich ist, werden wieder ein paar Tage ins Land gehen. Oder den Bach runter, wie man es nimmt. 

Reitplatz in der Regenzeit

Sturmtief Klaus brachte am Donnerstag ziemlich viel Wind und Regen und fegte erstmal alle Frühlingsgefühle weg. Für unsere Pferde ist dieses Wetter auch nicht schön, denn wir müssen dann je nach Windrichtung und Regenmengen die Türen zu den Ausläufen schließen. Damit der Stall nicht wegfliegt und/ oder damit es nicht bis vorne zur Boxen-Tür reinregnet und alles unter Wasser steht. 

Zum ersten Mal in dieser Woche war das am Donnerstag-Mittag notwendig, da war Sturm “Klaus” gerade in voller Fahrt. Der Wind-Druck auf den Türen war so groß, dass ich die beiden Türen-Teile oben und unten getrennt schließen musste. Beide zusammen auf einmal konnte ich nicht mehr halten. Also machte ich erst die unteren Teile zu, während die oberen noch aufgeklappt an der Stallwand befestigt blieben. 

Normalerweise ist das kein Problem. Doch diesmal war der Wind so heftig, dass er ein Oberteil aus der Verankerung riss, während ich noch mit dem Unterteil beschäftigt war. Ich stand mit dem Rücken zu Ober-Tür, als der Sturm mir das Ding gegen Schultern und Hinterkopf dengelte. Es knallte ziemlich laut und ich machte das voraussichtlich dümmste Gesicht meines Lebens. Ich hatte ja – anders als bei einem Sturz oder bei etwas, was einen von vorne trifft – überhaupt nichts kommen sehen, als mich quasi eine Riesen-Ohrfeige von hinten traf. 

Nach dem ersten Schreck konnte ich zum Glück feststellen, dass nicht viel passiert war. Am Hinterkopf bekam ich eine Beule – zum Glück hatte mein Fleece-Cap den Schlag gemildert – und die Schultern fühlten sich an wie bei einem fiesen Muskelkater. Ich war im Nachhinein auf ganz froh, dass mich die Tür nicht von vorne erwischt hatte. Das war vor Jahren mal einer Reitbeteiligung bei uns passiert, die hatte dabei ein paar Zähne verloren. Und die Vorstellung, nicht unbedingt den Kopf, aber vielleicht die Finger dazwischen gehabt zu haben, hätte ich anders herum gestanden – die finden ich auch nicht lustig. Dann doch besser so rum. Die Beule und die verspannten Schultern werden sicher bald vergangen sein. 

Wind und Regen dagegen werden und weiterhin in den nächsten Tagen noch begleiten. So schöne Momente wie bei dieser “Ruhe zwischen den Stürmen” werden leider erstmal noch die Ausnahme bleiben. Aber eines ist ganz sicher: irgendwann wird es ja doch Frühling werden! 

Sturmpause für Mecko und Birdie. Die sehr wohl funktionierende Tränken in ihren Boxen haben. Aber trotzdem gerne aus Pfützen saufen…

2 thoughts on “Die Ruhe zwischen den Stürmen

  1. Das kann ich gut nachfühlen. Wenn es derartig windig ist, hört man die Wölfe ja nicht kommen… behaupten meine Pferde und sind gleichfalls ziemlich „durch den Wind“

  2. Puh, da hast du ja noch mal Glück gehabt.
    Für mich ist das Wetter gar nichts. Wir haben zwar eine Reithalle in der Nähe, dafür müssen wir aber ein Stück durch den Wald laufen/reiten. Ich habe am Donnerstag Blut und Wasser geschwitzt… 😅 Obwohl meine Reitbeteiligung im Offenstall steht war sie das reinste Nervenbündel.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s