Das Wohnklo – ohne Kochnische

Da das Wetter momentan nicht gerade zu Outdoor-Geschichten verleitet, gibt es heute noch eine Fast-Indoor-Geschichte. Die muss ich schnell noch erzählen, bevor der Frühling solche Themen von der Tagesordnung wedelt, zumindest bis zum nächsten Winter. Die Geschichte vom Wohnklo begann im diesem Winter, draußen am Stall, kurz bevor das große Schneechaos über uns hereinbrach.

Im Winter, wenn der Boden hartgefroren oder zugeschneit ist, haben die Stallkatzen immer mal ein mehr oder weniger großes Problem mit ihrem großen Geschäft. Normalerweise nutzen sie dafür den großen Reitplatz als Riesen-Sandkasten. Wenn der aber nicht benutzbar ist, wird es schwierig. Es gibt zwar noch die Pferdeboxen, da ist Stroh drin, aber da wohnen halt die Pferde. Nicht jede Katze traut sich da rein, wenn die großen Boxenbewohner Zuhause sind. Und deshalb ka… sie dann in mein Heu oder Stroh in der Vorratsbox.

Ok, das Stroh zum Einstreuen kann ich dann trotzdem noch verwenden, aber das Heu ist dann ungenießbar, da geht kein Pferd mehr ran. Deshalb stelle ich, wenn echtes Winterwetter naht, den Stallkatzen ein echtes Katzenklo hin, mit echter Katzenstreu, damit sie dort aufs Klo gehen können. Kurios für Katzen, die eigentlich nur draußen leben, Aber es funktioniert, jedenfalls meistens. Dieses Jahr aber nicht…

Ich hatte bei meinen Zuhause-Katzen ein lustiges, kugelrundes Katzenklo ausrangiert und durch ein größeres Exemplar ersetzt. Das Kugelklo nahm ich mit zum Stall und stellte es dort auf, als die Schneewarnungen im Februar kamen. Füllte es mit schöner, frischer, schneeweißer Katzenstreu und hoffte, dass es auch den Stallkatzen zusagen würde.

Es sagte ihnen zu, in ganz unerwarteter Art und Weise. Sowohl Floppsi als auch Rosi nutzten das Kugelklo als Wohnhäuschen, sie kuschelten sich in die Streu und schliefen in dem Häuschen. Als Klo nutzten sie es überhaupt nicht, obwohl meine Zuhause-Katzen es durchaus benutzt hatten und der ursprüngliche Verwendungszweck rein olfaktorisch bestimmt noch erkennbar war.

Egal, für Floppsi und Rosi war das ein Wohnhäuschen, kein Klo. Und für mich damit ein „Wohnklo“. Nur eben eins ohne Kochnische… Bis heute habe ich darin kein Katzengeschäft entdeckt, weder ein großes noch ein kleines. Inzwischen ist das auch egal, der Winter ist ja nun wirklich vorbei.

PS. als Nachtrag zur Wintergeschichte: die Stallkatzen hatten während des Schneechaos fein säuberlich die Grenze von frei-gefegter Stallgasse und Tiefschnee vollgekackt. Dort lag eine dünne Schicht lockeren Pulverschnees, die war fast wie Sand. Na ja, und sie haben ihn wie Sand genutzt. Als der Schnee geschmolzen war, lag dort eine lange Reihe kleiner Kackwürstchen auf der Stallgasse. Äh, nein, davon habe ich kein Foto gemacht.

Floppsi im Wohnklo
Das Wohnklo, mit schlafender Floppsi

2 thoughts on “Das Wohnklo – ohne Kochnische

  1. Hihi, bei mir war es mal genau andersrum. Ich hatte so ein Klo auf die Terrasse gestellt, ein dickes Handtuch reingelegt und gedacht dass die Katzen es nutzen würden um bei Regenwetter darin zu schlafen. Ham se aber nicht.
    Bantu hat eine dicke Duftmarke reingesetzt und danach haben sie es als Klo benutzt.

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